Fachtag „Glücksspielsuchtselbsthilfe – Sensibilisieren, stärken und neue Wege gehen“

Datum:
13.02.2026
Uhrzeit:
10:00 bis 15:30 Uhr
Ort:
Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt, Turmschanzenstraße 25, 39114 Magdeburg, Haus C, Raum C105/C107
Teilnahmegebühr:
15 Euro (Selbsthilfe) 35 Euro (professionelle Suchthilfe)
Kapazität:
50 Personen
Veranstaltungs-Flyer:

Zertifizierung durch Ärztekammer Sachsen-Anhalt

FP 5 | Kategorie A | Reg.Nr. 2026 – 06403

Glücksspielsucht ist eine oft unterschätzte Suchtform, die besondere Herausforderungen mit sich bringt – sowohl für Betroffene als auch für die Hilfesysteme.
Mit diesem Fachtag möchten wir einen Raum schaffen, um neue Wege in der Suchtselbsthilfe zu erkunden und den Austausch zwischen verschiedenen Suchtfeldern zu fördern.

Ziel ist es, Verständnis für die spezifischen Herausforderungen Betroffener zu fördern, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu anderen Suchtformen zu beleuchten und so den Austausch sowie den Abbau von Vorurteilen zu unterstützen.

Der Fachtag richtet sich insbesondere an:

  • Mitglieder aus der Alkoholsuchtselbsthilfe, die sich intensiver mit dem Thema Glücksspielsucht auseinandersetzen möchten,
  • Vertreterinnen und Vertreter der professionellen Suchtselbstthilfe, die das Thema stärker in ihre Arbeit integrieren wollen,
  • sowie alle Interessierten, die sich für Suchtselbsthilfe und Suchthilfe engagieren

Darüber hinaus soll die professionelle Suchthilfe-Landschaft für das Thema sensibilisiert und die Motivation gestärkt werden, Glücksspielsucht stärker mitzudenken – mit dem Ziel, das Netzwerk der Glückspielsuchtselbsthilfe in Sachsen-Anhalt zu erweitern.

Persönlicher Dank:

Wir bedanken uns sehr herzlich für die rege Teilnahme und das Erscheinen zu unserem Fachtag.

Besonderer Dank geht an Dr. Beate Bettecken (AL`in Abteilung 1, Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt) und an Thomas Keitzl (stellv. Vorstandsvorsitzender der LIGA der freien Wohlfahrtpflege).

Des Weiteren möchten wir uns bei den Referent*innen Nicole Dreifeld (Vorstandsvorsitzende Glücksspielfrei e.V.), Phillip Röhrig (salus klinik Lindow) und Dr. Klaus Becker (Recovery e.V.) bedanken, die durch Ihre unterschiedlichen Perspektiven den Fachtag sehr bereichert haben.

Ergebnisse des Fachtages:

Der Fachtag lieferte viele wichtige Einblicke in die klinische Praxis zum Thema Glücksspielsucht und schärfte so auch noch einmal den Blick auf das Krankheitsbild der pathologischen Glücksspielsucht.

Zudem konnte durch das Vorstellen der Entwicklung in der Glücksspielsuchtselbsthilfe tiefer auf die Anfänge und auch das ehrenamtliche Arbeiten in der Glücksspielsuchtselbsthilfe eingegangen werden.

Vor allem durch das Darstellen persönlicher Geschichten aus Betroffenensicht wurde die Relevanz der Selbsthilfe in diesem Bereich noch einmal herausgestellt.

Des Weiteren wurde durch das Sichtbar Machen der Angehörigen- und Betroffenenperspektive auch noch einmal die Relevanz spürbar, diese immer mit einzubeziehen und Ihnen auch eine Stimme zu geben.

Als nicht zu unterschätzenden Punkt wurde die Öffentlichkeitsarbeit und das Marketing von Suchtselbsthilfegruppen thematisiert. Hier wurden verschiedene Schwerpunkte eruiert. Besonders wichtig sind hier vor allem vorhanden Ressourcen zu nutzen und Kontinuität in der Öffentlichkeitsarbeit.

Als Herausforderung werden hier aber vor allem die personell oder finanziell fehlenden Ressourcen angeführt und auch die Gratwanderung einerseits Öffentlichkeitsarbeit zu benötigen, um Betroffene auf Suchtselbsthilfegruppen aufmerksam zu machen andererseits aber die Anonymität der Betroffenen zu wahren, die bereits den Weg in die Suchtselbsthilfegruppen gefunden haben.

Insgesamt konnte durch den Fachtag die Aufmerksamkeit und Relevanz für das Themenfeld der Glücksspielsuchtselbsthilfe klar herausgestellt werden und so Türen für weitere Veranstaltungen geöffnet werden.

Die zur Veröffentlichung freigegebenen Beiträge: