Fachtagung 2017

Datum:
22.09.2017
Uhrzeit:
09:30 bis 16:30 Uhr
Ort:
Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration Sachsen-Anhalt
Teilnahmegebühr:
10,00 €
Veranstaltungs-Flyer:

Thema: Kultursensible Suchtprävention


Kurzbeschreibung

Krieg, Gewalt, Verfolgung, Diskriminierung und Perspektivlosigkeit bewirken bei derzeit 60 Millionen Menschen so große Not, dass sie ihr Heimatland verlassen und sich auf eine lebensbedrohliche Flucht begeben (UNHCR, 2015). Zu den dort erlebten traumatischen Ereignissen kommen häufig dramatische Fluchterlebnisse. Es ist bekannt, dass langanhaltende Stressphasen, psychische Erkrankungen und Traumata Suchtentwicklungen begünstigen und fördern können. Hinzu kommt der sogenannte Akkulturationsstress für die Neuankömmlinge und die enorme Herausforderung, mit unserer westlichen Kultur umzugehen.

Geeignete Beiträge zu einer gelingenden Integration stellen auch die Suchtprävention und Suchthilfe vor neue Herausforderungen. Die Fachtagung dient dem Erfahrungsaustausch der Praktiker:innen in den vorhandenen Hilfestrukturen. Diese können sich gegenseitig beraten und unterstützen, ihre eigene Wirksamkeit verstärken und somit einen Beitrag zur Suchtprävention leisten. Voraussetzung hierzu ist die gegenseitige Kenntnis der jeweiligen Hilfesysteme und die Spezifika von Suchtmittelgebrauch in uns fremden Kulturen, bestehender Möglichkeiten der Gesundheitsversorgung sowie über das Bleiberecht. Insbesondere bei Migrantinnen und Migranten mit guter Bleibeperspektive ist frühzeitige Suchtprävention von enormer gesundheits- und ordnungspolitischer Bedeutung. Hierzu will die Fachtagung einen ersten Impuls geben.

Zielgruppe

Eingeladen sind praktisch Tätige aus der psychosozialen Arbeit, v.a. aus folgenden Aufgabenfeldern: Suchthilfe (insbes. Suchtberatungsstellen), Migrationsdienste, Jugendhilfe, öffentlicher Gesundheitsdienst, Frauenschutzeinrichtungen, kommunale Integrationsbetreuung.



Tagungsdokumentation

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