Pressemitteilungen

11.
Mai

Presseeinladung zum Gespräch mit Ministerin Grimm-Benne; Alkoholbezogene Störungen: Frühe Ansprache durch Hausärzte hilft!

awa_15


Alkohol findet wie kein anderes Genuss‐ und Suchtmittel breite Akzeptanz in unserer Gesellschaft. Wir wissen schon lange: in Sachsen-Anhalt und den anderen ostdeutschen Bundesländern ist die Zahl der Alkoholkranken und die Sterblichkeit höher als im Bundesdurchschnitt. Daher wird die LS-LSA zur Verbesserung der Frühen Intervention bei alkoholbezogenen Störungen aktiv.

Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne, Betroffene aus der Suchtselbsthilfe und eine Ärztin werden bei einem Pressegespräch Informationen zur wichtigen Rolle des Arztes in der Früherkennung von Alkoholproblemen geben. Und natürlich gibt es Hilfestellungen für den Arzt/die Ärztin, die das Ansprechen von Alkoholproblemen erleichtern.

Das Pressegespräch bildet den Auftakt der Aktionswoche Alkohol 2017 für Sachsen-Anhalt. Gemeinsam mit dem Facharbeitskreis Suchtselbsthilfe wird das Projekt „Über Sucht reden lernen - Suchtselbsthilfe spricht (eigene) Hausärzte an“ neu aufgelegt. Zum Pressegespräch wird ein Imbiss gereicht.

Es findet statt am:

Donnerstag, dem 11.05.2017, 14:00–15:30 Uhr
Landesstelle für Suchtfragen im Land Sachsen-Anhalt (LS-LSA)
Halberstädter Str. 98, 39112 Magdeburg

Um Anmeldung wird gebeten.

Zum Gespräch stehen Ihnen zur Verfügung:

  • Ministerin Petra Grimm-Benne, Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration
  • Andrea Walter, Selbstbetroffene aus der Suchtselbsthilfegruppe „Montagsmotivationsgruppe“, Bitterfeld
  • Reinhard Bürger, Selbstbetroffener aus der Suchtselbsthilfegruppe „Christliche Suchtgruppe Blauer Ring e.V.“, Haldensleben
  • Dipl.-Med. Gitta Friedrichs, Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie; Oberärztin an der SRH Medinet-Fachklinik Alte Ölmühle, Fachklinik für Abhängigkeitserkrankungen, Magdeburg
  • Anja Halle, Sprecherin des Koordinierungskreises der LS-LSA, Referentin im Diakonischen Werk ev. Kirchen in Mitteldeutschland
  • Janine Krügel, Suchthilfereferentin der LS-LSA

Moderation: Helga Meeßen-Hühne, LS-LSA

DIE AKTIONSWOCHE IN SACHSEN-ANHALT
Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne hat die Schirmherrschaft für die Aktionswoche in Sachsen-Anhalt übernommen, der Arbeitskreis zum Gesundheitsziel des Landes im Bereich der Legalen Suchtmittel ist die Steuerungsgruppe für die Aktionswoche in Sachsen-Anhalt.

ÜBER SUCHT REDEN LERNEN - SUCHTSELBSTHILFE SPRICHT (EIGENE) HAUSÄRZTE AN
80 % der Menschen mit alkoholbezogenen Problemen suchen mindestens einmal jährlich ihren Hausarzt auf. Dies bietet eine große Chance, mehr Betroffene früher in suchtbezogene Hilfen zu vermitteln.
Daher wird die LS-LSA mit dem Facharbeitskreis Suchtselbsthilfe wieder dieses Projekt durchführen. Mitglieder aus Suchtselbsthilfegruppen vereinbaren in der Aktionswoche einen Gesprächstermin mit ihrem Hausarzt und sensibilisieren diesen für die Ansprache von Menschen mit problematischem Konsum. Die angesprochenen Ärzte erhalten von dem/der Ansprechpartner/-in der Suchtselbsthilfe Materialien, um die Vermittlung Betroffener an Selbsthilfegruppen und in Suchtberatungsstellen zu erleichtern. Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt als Kooperationspartnerin informiert alle niedergelassenen Ärzte mit ihrer Zeitschrift über die Aktion. Mit der Aktion wird das Schwerpunktthema "Frühe Intervention bei alkoholbezogenen Störungen" des Arbeitskreises zum Gesundheitsziel des Landes im Bereich der legalen Suchtmittel weiter geführt.

DIE BUNDESWEITE AKTIONSWOCHE
Die Aktionswoche Alkohol findet alle zwei Jahre statt, in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal.

Tausende Engagierte sind neun Tage lang dabei: Mitglieder von Selbsthilfegruppen, Fachleute von Beratungsstellen, Fachkliniken und aus der Suchtprävention, Ärzte, Apotheker und Menschen, die in Vereinen und in Kirchen aktiv sind.

Die DHS setzt den organisatorischen Rahmen der Veranstaltungen und stellt Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung. Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, ist Schirmherrin der Aktionswoche. Breiten Zuspruch findet die Aktionswoche Alkohol auch in der Schweiz und in Liechtenstein, 2017 erstmals dabei sind Luxemburg und Österreich.

Alle gemeldeten Veranstaltungen in Sachsen-Anhalt und bundesweit zur Aktionswoche Alkohol und viele weitere Informationen finden Sie hier:  http://www.aktionswoche-alkohol.de/fuer-veranstalter/terminkalender/

Rückfragen an: Helga Meeßen-Hühne

download:   >.pdf          >.doc

17.
Okt

Bundesweiter Nichtraucher-Schulwettbewerb „Be Smart – Don´t Start“: Bildungsminister und Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration empfehlen in Sachsen-Anhalt die Teilnahme

besmart_pic_txlogo_lsa

wuerfelspBildungsminister Marco Tullner und Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration, Petra Grimm-Benne, empfehlen allen Schulen im Land, sich am bundesweiten Nichtraucher-Wettbewerb „Be Smart – Don`t Start“ zu beteiligen.

„Be Smart - Don't Start" kann als ein wirksamer Beitrag zur Umsetzung unseres Gesundheitszieles, den Anteil an Raucherinnen und Rauchern in der Bevölkerung zu senken, verstanden werden“, betonen die beiden Minister in einem gemeinsamen Brief an die Schulen des Landes. „Schülerinnen und Schüler, die selbstbewusst ihren eigenen Weg gehen und sich weder durch Werbung oder vermeintlich `coole´ rauchende Jugendliche beeinflussen lassen, verdienen unseren Respekt.“

Der Schulwettbewerb „Be Smart – Don`t Start“ geht im Schuljahr 2016/2017 bereits in die 20. Runde. Durch die Teilnahme soll Schülerinnen und Schülern ein Anreiz gegeben werden, gar nicht erst mit dem Rauchen anzufangen.

Bis zum 12. November 2016 können sich Schulklassen anmelden. Alle weiterführenden Schulen in Sachsen-Anhalt haben die entsprechenden Unterlagen bereits erhalten. Das bundesweit laufende Programm richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 6. bis 8. Klassenstufe. In Sachsen-Anhalt wird der Wettbewerb von der Landesstelle für Suchtfragen in Kooperation mit dem Bildungsministerium des Landes Sachsen-Anhalt koordiniert. Auch die IKK gesund plus unterstützt den Wettbewerb in Sachsen-Anhalt.

Die teilnehmenden Klassen verpflichten sich per Erklärung, für ein halbes Jahr rauchfrei zu bleiben. Wöchentlich wird das Thema „Nichtrauchen“ in den Klassen thematisiert. Die Schülerinnen und Schüler geben dazu monatliche Rückmeldungen ab. Klassen, die ein halbes Jahr lang rauchfrei sind, können in einer Verlosung attraktive Preise gewinnen. Neben bundesweit verlosten Preisen gibt es auch Landesgewinne. Viele beteiligte Klassen führen zudem begleitende Aktionen zum Thema Nichtrauchen und Gesundheitsförderung durch. Für kreative Aktionen stellt die IKK gesund plus zudem zusätzliche Preise bereit.

„Be Smart – Don´t Start“ startete in Sachsen-Anhalt erstmals im Schuljahr 2006 / 2007. Das Programm wird von der Landesstelle für Suchtfragen im Land Sachsen-Anhalt koordiniert.

Viele Schulen beteiligen sich an diesem einfachen und wirkungsvollen Programm: Beim vorigen Durchlauf hatten sich 3.314 Schülerinnen und Schüler aus 163 Schulklassen von landesweit 63 Schulen für den Wettbewerb angemeldet und von November 2015 bis April 2016 auf Zigaretten verzichtet. Mit einer Erfolgsquote von 74 Prozent erzielten die Schulklassen aus Sachsen-Anhalt wieder ein gutes Ergebnis.

Weitere Informationen und Fotos für Sachsen-Anhalt: http://www.ls-suchtfragen-lsa.de/projekte/be-smart-don-t-start-schulwettbewerb-zur-foerderung-des-nichtrauchens/

Foto „Würfelspiel“: auf Anfrage in höherer Auflösung

Information und Anmeldung auch unter: https://www.besmart.info/be-smart/

Über Hinweis in Ihren Medien und zahlreiche Anmeldungen von Schulklassen freuen wir uns.

Rückfragen an: Helga Meeßen-Hühne

Landesstelle für Suchtfragen im Land Sachsen-Anhalt (LS-LSA)
Fachausschuss der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege im Land Sachsen-Anhalt e.V.
Halberstädter Str. 98 / 39112 Magdeburg
Tel.: 0391 - 5 43 38 18 / Fax: 0391 - 5 62 02 56
infoGn@ls-xBQsuchRTetfraegen-A0Vlsa.BvKEZdezdA7inY2foFq@l29Zs-Xf5suLMchhgEtf5LraL2p9gePJwFVn-t0MXlsQu0a.zW6degrfY#p / http://www.ls-suchtfragen-lsa.de

Hintergrund

Der Nichtraucherwettbewerb „Be Smart – Don`t Start“ wird im Schuljahr 2017/2018 zum 20. Mal in Deutschland angeboten. Der Wettbewerb richtet sich an Schulklassen der Klassenstufen 6-8 und zielt an, das Thema „Nicht-rauchen“ in einer für die Jugendlichen attraktiven Form in die Schulen zu bringen und den Einstieg in das Rauchen zu verzögern.
Mit jährlich rund 10.000 teilnehmenden Klassen ist „Be Smart – Don’t Start“ in Deutschland das wohl am weitesten verbreitete Programm zur Tabakprävention.

„Be Smart – Don’t Start“ wird vom Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord gGmbH) in Kiel koordiniert und von der Deutschen Krebshilfe, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, der Deutschen Herzstiftung, der Deutschen Lungenstiftung, dem AOK-Bundesverband sowie einer Reihe weiterer öffentlicher und privater Institutionen gefördert.

Im Schuljahr 2016/2017 läuft der Wettbewerb vom 14.11.2016 bis zum 28.04.2017.

Kontakt für weitere Informationen:
Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung gGmbH (IFT-Nord)
Harmsstr. 2, 24114 Kiel
Tel.: 0431 / 570 29-70                           Fax: 0431 / 570 29-29
E-Mail: besSmar0SeS0t@if4s9pft-S6Tjnor6jd.dDaeuME               Internet: www.besmart.info und www.ift-nord.de

5.
Okt

Suchtselbsthilfetag 2016

SUCHTSELBSTHILFETAG 2016 „Suchtselbsthilfe in der Gesundheitsversorgung – Ressourcen sinnvoll nutzen“

foto_300916

Magdeburg, LS-LSA:  Der jährliche Suchtselbsthilfetag der Landesstelle für Suchtfragen im Land Sachsen-Anhalt (LS-LSA) fand in diesem Jahr am Freitag, dem 30. September 2016 im Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration statt. Rd. 75 Teilnehmende aus den Bereichen Suchtselbsthilfe und hauptamtliche Suchthilfe folgten der Einladung. Die Veranstaltung wurde mit Grußworten von Dr. Gabriele Theren, Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration, Manuela Knabe-Ostheeren, LIGA der Freien Wohlfahrtspflege im Land Sachsen-Anhalt e.V. und Anja Halle, Diakonisches Werk Ev. Kirchen in Mitteldeutschland e.V. eröffnet.

Themengebend war in diesem Jahr der Wandel in der Sucht(selbst)hilfe, der sich den letzten Jahren vollzieht sowie die Herausforderungen, denen sich die Sucht(selbst)hilfe gegenüber sieht. Mit der S3-Leitlinie zu alkohol-bezogenen Störungen wird z.B. erstmals unter bestimmten Voraussetzungen die Konsumreduktion als individuelles (Zwischen-)Ziel anerkannt. Früher war die Abstinenz das Ziel in der Überwindung der Suchterkrankung, das wenig in Frage gestellt wurde. Älter werdende Gruppenbesucher spiegeln den demografischen Wandel, berufliche Mobilität erschwert die regelmäßige und langfristige Gruppenteilnahme.

Auch die Suchtprobleme sind heute vielfältiger, neue Suchtformen sind dazu gekommen. Glücksspielsucht, Onlinesucht, Mediensucht etc. stellen neue Anforderungen an die Suchthilfe in allen ihren Facetten.

Helga Meeßen-Hühne, Leiterin der LS-LSA, stellte die Netzwerke der Sucht-Selbst-Hilfe in Sachsen-Anhalt vor und erläuterte die Zusammenarbeit von Suchtselbsthilfe mit der professionellen Suchthilfe im Land. Im Wesenskern seien Suchtselbsthilfegruppen „Erzählgemeinschaften“, in denen Selbst-Betroffene mit- und voneinander lernen. Suchtselbsthilfegruppen waren die ersten Gemeinschaften dieser Art und bildeten gewissermaßen die „Blaupause“ für Selbsthilfegruppen in anderen Gesundheitsbereichen.

Wiebke Schneider, Geschäftsführerin des Deutschen Guttempler-Ordens (I.O.G.T.) e.V., zeigte die vielen Formen und Gesichter der Suchtselbsthilfe: jede sei auf ihre Weise wirksam. Der Stellenwert der Suchtselbsthilfe in der Gesundheitsversorgung sei hoch. In den letzten Jahren werde die Betroffenenkompetenz der Suchtselbsthilfe verstärkt angefragt, z.B. bei der Entwicklung von medizinischen Behandlungsleitlinien.

Manfred Fiedelak, Blaukreuz-Referent für Sachsen-Anhalt und Thüringen, erläuterte den wesentlichen Beitrag, den die Suchtselbsthilfe zur Enttabuisierung und Entstigmatisierung der Suchterkrankung vielerorts bereits leistet. In allen Gesellschaftsschichten sind Menschen suchtkrank, diese Erkenntnis sei inzwischen weiter verbreitet als noch vor 10 Jahren.

Reinhard Bürger von der Suchtselbsthilfegruppe Blauer Ring e.V. Haldensleben führte durch den Tag, der von allen Anwesenden als sehr bereichernd erlebt wurde.

Wir freuen uns über Berichterstattung in Ihren Medien.

PRESSEINFO

26.
Sep

Kinder aus suchtkranken Familien - was wird gebraucht?


FACHTAGUNG im Roncallihaus, Max-Josef-Metzger-Str. 12/13, 39104 Magdeburg, 09:30 – 16:30 Uhr

ZERTIFIZIERUNG Ärztekammer Sachsen-Anhalt: Reg.-Nr. 2016-9999, 7 FB-Punkte Kat. A

Magdeburg, LS-LSA:
Der jährliche „Tag des alkoholgeschädigten Kindes“ wird jedes Jahr am 09. September in vielen Ländern begangen. „Fetale Alkoholspektrum-Störungen (FASD) sind weiter verbreitet als viele denken, durchschnittlich ist in jeder Schulklasse statistisch gesehen ein Kind betroffen. (…)“, wie Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, in ihrer Pressemitteilung vom 07.09.2016 betont.

Weit größer noch ist die Anzahl mit-betroffener Kinder suchtkranker Eltern. Ca. 2,65 Millionen Kinder unter 18 Jahren leben mit alkoholkranken Eltern zusammen. Hinzu kommen ca. 40.000 bis 60.000 Kinder drogenabhängiger Eltern. Ca. jedes 6. Kind (17,6 %) ist von der Suchtkrankheit in der Familie betroffen. Diese Kinder sind die größte bekannte Risikogruppe für eine spätere eigene Suchterkrankung und tragen eine Reihe weiterer Gesundheitsrisiken (nach: nacoa.de v. 08.07.2016).

Die Landesstelle für Suchtfragen im Land Sachsen-Anhalt richtet am 26.09.2016 eine Fachtagung aus. Die Fachtagung soll für die Problemlagen betroffener Kinder sensibilisieren, zur Verbesserung der lokalen Frühwarnsysteme anregen, aber auch konkrete Hilfen für die weitere Arbeit im Netzwerk vor Ort an die Hand geben.

Eingeladen sind Teilnehmende aus der medizinischen wie der psychosozialen und pädagogischen Fachöffentlichkeit.

Wir freuen uns über Berichterstattung in Ihren Medien.

Fachinformationen: www.nacoa.de

Pressemitteilung der Bundesdrogenbeauftragten: http://www.drogenbeauftragte.de/presse/pressemitteilungen/2016-03/alkoholfrei-in-der-schwangerschaft.html

PRESSEINFO-PROGRAMM

11.
Dez

Update Alkohol - Was ist neu in Diagnose und Beratung?

09:30 - 16:00 Uhr

Ministerium für Arbeit und Soziales Sachsen-Anhalt, Turmschanzenstr. 25, 39114 Magdeburg,  Raum C 105, C 107

Ärztekammer Sachsen-Anhalt: Kategorie A, 6 Fortbildungspunkte Reg.-Nr. 2015-10594

Wenngleich andere Suchtmittel derzeit erhöhte Aufmerksamkeit erfahren, ist doch Alkohol nach wie vor die „Lieblingsdroge“ der Deutschen, mit allen daraus resultierenden Schäden. Die Diagnose „Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol“ ist bei Männern der häufigste Behandlungsanlass in Krankenhäusern, stellte das Statistische Bundesamt 2012 fest. Dies zeigt die überragende epidemiologische Bedeutung Alkohol bezogener Störungen.

Wie sind wir auf dem Weg, alkoholkranke Menschen früher zu erreichen, vorangekommen? Nach einem Datenüberblick stellen wir Ihnen Konzepte aus Mitteldeutschland vor.

In jüngerer Zeit gab es für den Bereich Alkoholbehandlung und -prävention wesentliche neue Weichenstellungen. Aber bedeutet die S3-Leitlinie „Screening, Diagnose und Behandlung alkoholbezogener Störungen“ wirklich einen Paradigmenwechsel vom Therapieziel der Abstinenz zur Trinkreduktion? Und welche Chancen bietet das Präventionsgesetz? Diese Fragen möchten wir mit Ihnen diskutieren.

Die LS-LSA mit dem AK Legale Suchtmittel in Sachsen-Anhalt veranstaltet diese Tagung gemeinsam mit den Landestellen Sucht Sachsen und Thüringen. Eingeladen sind Praktiker, Entscheidungs- und Leistungsträger aus Suchthilfe, Ar-beitsverwaltung, medizinischer Versorgung und Politik.

Weitere Information: Landesstelle für Suchtfragen im Land Sachsen-Anhalt (LS-LSA)
Tel.: 0391 – 5 43 38 18 Fax: 0391 – 5 62 02 56
E-Mail: info@ltls-suIjchtfrG75p2agen-Jlsa.dB3aee2H1 www.ls-suchtfragen-lsa.de

Rückfragen an: Helga Meeßen-Hühne

Presseinformation, Tagungsprogramm

23.
Mär

Ärzteinformation Crystal/ Methamphetamin

cry_lsa_0315

Crystalkonsumenten/-innen (ICD 10 F15) in Suchtberatungsstellen in Sachsen-Anhalt

Seit einigen Jahren ist ein rasanter Anstieg von Crystalkonsumen-ten/-innen in unserer Region zu registrieren. Epidemiologische Daten fehlen noch, um hilfreiche Aussagen über Verbreitung, Ursachen und Folgen dieses Phänomens treffen zu können. Medizinische und psychosoziale Einrichtungen sehen sich in ihrer Arbeit mit den Folgen eines schädigenden Crystalkonsums (F 15, ICD-10) konfrontiert.

Hausärzten/-innen kommt in der Behandlung von missbräuchlich suchtmittelkonsumierenden Patienten/-innen eine besondere Be-deutung zu. Häufig sind sie die ersten Ansprechpartner/-innen bei behandlungsbedürftigen Auffälligkeiten. 

Die LS-LSA hat nun eine Ärzte-Information herausgegeben: zum einen werden konkrete Hinweise über die spezifischen Auswirkungen eines problematischen Crystalkonsums gegeben. Zum anderen wird auf die Bedeutung frühzeitiger ärztlicher Intervention und der notwendigen Vernetzung mit dem regionalen Suchthilfesystem hingewiesen.

Die Ärzte-Information finden Sie hier zum download: >link

Rückfragen an: Helga Meeßen-Hühne

12.
Jun

Fachstellen für Suchtprävention sind online

Regionale Fachstellen auf gemeinsamer Homepage

www.fachstellen-suchtpraevention-lsa.de

„Was genau macht eigentlich eine Fachstelle? Und wo in Sachsen-Anhalt gibt es Fachstellen?“ Zu diesen Fragen gibt es jetzt Informationen auf einen Blick.

In 7 Landkreisen und Kreisfreien Städten Sachsen-Anhalts arbeiten insgesamt 8 Fachstellen für Suchtprävention. Neben der direkten Arbeit mit gefährdeten Kin-dern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist der zweite Schwerpunkt die Arbeit mit unmittelbaren Bezugspersonen aus den Bereichen Familie, Schule, Kinder- und Jugendhilfe, berufliche Ausbildung, Sport und Freizeit. Suchtvorbeugung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe: es gilt, möglichst alle wichtigen Akteure für ihren Beitrag zur Suchtprävention fit zu machen.

Die konkreten Angebote der Fachstellen unterscheiden sich entsprechend der Schwerpunktsetzungen im kommunalen Netzwerk.

www.fachstellen-suchtpraevention-lsa.de bietet alle wesentlichen Informationen.

foto_3

Fachstellen für Suchtprävention arbeiten in Sachsen-Anhalt nach einem einheitlichen Rahmenkonzept. Suchtpräventive Strategien und Projekte werden länger-fristig angelegt und orientieren sich an aktuellen Qualitätsstandards. Dabei wer-den evaluierte Projekte ("Prev(at)WORK", "FrED - Frühintervention bei Erstauffälligen Drogenkonsumierenden", „Auf dem Weg zur `rauchfreien´ Schule“, „Be Smart - Don´t Start“, KlarSicht-Parcours zu Alkohol und Tabak, „HaLT - Hart am Limit“ u.a.) einbezogen.

Fachstellen für Suchtprävention sind an Suchtberatungsstellen angegliedert: So ist bei Bedarf die passende Hilfe gleich zur Hand.

Landesweite Informationen zur Suchtprävention finden Sie weiterhin auf der Internetpräsenz der LS-LSA www.ls-suchtfragen-lsa.de.

Rückfragen an: Helga Meeßen-Hühne
Tel.: 0391 – 5 43 38 18 Fax: 0391 – 5 62 02 56   E-Mail: inqQfjfoIg@lCh1ss-f1rNksuLLchXP1tfe8raKCgge8Vsn-VVSlsM7da.OKNdeW

▲ nach oben