Presseinformation: Weltnichtrauchertag 2020

31. Mai 2020

JUGEND VOR DER MANIPULATION DURCH DIE TABAKINDUSTRIE SCHÜTZEN

Kommt in Zeiten der Corona-Pandemie ENDLICH DAS TABAKWERBEVERBOT? Dies wäre ein wichtiger Schritt, um die Jugend vor der Manipulation der Tabakindustrie zu schützen und Atemwegs- und Lungenerkrankungen langfristig zu reduzieren.

Lass Dich nicht manipulieren!

Die Weltgesundheitsorganisation WHO und Gesundheitsaktivisten weltweit heben in einer globalen Kampagne, jährlich am 31. Mai, die erzielten Fortschritte im Kampf um eine tabakfreie Welt hervor. Schwerpunkt des Weltnichtrauchertages 2020 ist der Schutz der Jugendgeneration vor der Manipulation durch die Tabakindustrie.

Corona vs. Rauchen: Wenn das Atmen doppelt schwer wird… 

Vom Rauchen geschwächte Lungen und die COVID-19 Erkrankung, die primär die Atemwege befällt, sind eine denkbar schlechte Kombination. Ausgerechnet die Pandemie verleiht dem Rauchen neue Aufmerksamkeit. Aufhören kann derzeit doppelt lebensentscheidend sein. Dass es auch ohne Kippe geht, zeigen Schüler*innen aus Sachsen-Anhalt…

Rauchen? Ohne uns! 
Sachsen-Anhalts Schüler*innen sind „smart“ und lassen sich nicht manipulieren 

Anfang Mai beendeten 2.567 Schüler*innen aus 127 Klassen in Sachsen-Anhalt erfolgreich ihre Teilnahme am bundesweiten Nichtraucherschulwettbewerb „Be Smart – Don’t Start“, der mit Unterstützung des Bildungsministeriums und der IKK gesund plus im Schuljahr 2019/20 zum 14. Mal in Sachsen-Anhalt durchgeführt wurde. Die Schüler*innen sagten gemeinschaftlich „Nein!“ und blieben sechs Monate rauchfrei.

Solche und ähnliche Projekte sind wichtig, um den seit einiger Zeit beobachtbaren Trend eines Rückgangs rauchender Jugendlicher weiter zu forcieren, da durchschnittlich immer noch 20 % der Jugendlichen und jungen Erwachsenen (15-25 Jahre) rauchen (vgl. LAV Schlaglicht Gesundheit Nr. 01/2019). Auch andere „Tabakbaustellen“ gibt es in Sachsen-Anhalt genug:

  • Rund 41% der Kinder (Klasse 1-6) leben in einem Raucherhaushalt und in jedem vierten dieser Haushalte wird auch drinnen geraucht. 
  • Jeder dritte Mann und jede fünfte Frau ab 15 Jahren sind noch Raucher. Damit liegt Sachsen-Anhalt in beiden Gruppen über dem Bundesdurchschnitt. 
  • Besonders besorgniserregend ist die Gruppe der Männer ab 25 Jahre, in der rund 36 % noch Raucher sind. Entgegen dem Bundestrend stieg die Raucherquote der Frauen (ab 15 Jahre) in Sachsen-Anhalt seit Jahren kontinuierlich an. Erste Anzeichen einer positiven Trendwende gibt es erst seit kurzem, sodass Obacht geboten bleibt.

Probleme bei der Wurzel packen

Um langfristig erfolgreich zu sein, ist es wichtig Kinder und Jugendliche frühzeitig zu erreichen und sie mit einer aufgeklärten Haltung in der Führung einer gesunden Lebensweise zu bestärken, damit sie sich nicht von der Tabakindustrie verführen lassen. Das geplante Tabakwerbeverbot der Fraktionen CDU/CSU und SPD ist ein längst überfälliger Schritt, um sie vor den Marketingstrategien der Tabakindustrie zu schützen und die Sichtbarkeit des Rauchens im öffentlichen Raum weiter zu minimieren.

Nichtrauchen muss der Normalzustand sein. Um dieser Botschaft mehr Nachdruck zu verleihen, rückt die LS-LSA im Rahmen einer Preisfeier einmal jährlich die erfolgreichen Schüler*innen aus  o.g. Wettbewerb in das Licht der landesweiten Aufmerksamkeit.

Digitale Preisfeier für Sachsen-Anhalt:
Minister Tullner, Ministerin Grimm-Benne und Musiker Stephan Michme gratulieren 

Wer erfolgreich ist, verdient Ehrung! Pandemie bedingt kann die traditionelle Preisfeier zum Wettbewerbsende von „Be Smart – Don`t Start“ in diesem Jahr nicht wie gewohnt stattfinden. Alternativ wird es eine digitale Preisverleihung geben, die beide Minister mit gestalten werden. Durch die digitale Veranstaltung mit Preisstiftern, erfolgreichen Klassen und engagierten Lehrkräften führt MDR-Moderator und Musiker Stephan Michme. Die Veröffentlichung des Videos mit der Bekanntgabe der Gewinner ist für den 26.06.2020 geplant. Das Video wird u.a. auf der Facebook-Seite der LS-LSA „Sachsen-Anhalt atmet auf – endlich rauch-frei“ zu finden sein.


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Rückfragen an:
Helga Meeßen-Hühne
Leitung LS-LSA
T: 0391/543 3818
E: info@lPHZs-suchaLSktfrageU3RLn-lsa.nU0rTdeo
W: www.ls-suchtfragen-lsa.de

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