Fachstellen für Suchtprävention 

Suchtprävention gehört zum Arbeitsauftrag aller anerkannten Suchtberatungs- und -behandlungsstellen. Deren Angebot ist aus kapazitären Gründen aber in der Regel begrenzt auf die Beratung im Krisenfall (z.B. Drogenvorfall in der Schule), die Beratung für betroffene Jugendliche, Info-Veranstaltungen zum Thema „Sucht“ und die punktuelle Projektunterstützung. 

Fachstellen für Suchtprävention arbeiten angegliedert an Suchtberatungsstellen. Sie arbeiten nach einheitlicher Aufgabenbeschreibung mit folgenden Prinzipien: 

  • Nachhaltigkeit und Ganzheitlichkeit: Multiplikatorenschulung, Befähigung von Systemen; „Kunde“ ist das Setting (Schule, Jugendhilfe, Betrieb etc.)
  • Arbeit im kommunalen Netzwerk: Projekte werden gemeinsam entwickelt und umgesetzt, z.B. zum Thema Kinder aus suchtbelasteten Familien
  • Fachstellen bringen ihre Expertise in landesweite Fachveranstaltungen ein
  • Orientierung an Qualitätsstandards: evaluierte Projekte werden umgesetzt und einbezogen (Auf dem Weg zur `rauchfreien´ Schule, Schulklassenwettbewerb zum Nichtrauchen Be Smart - Don´t Start, KlarSicht-Parcours zu Alkohol und Tabak, Kommunale Alkoholprävention HaLT - Hart am Limit, Suchtprävention in der beruflichen Ausbildung Prev(at)WORK, Cannabis - quo vadis? und andere)

Fachstellen für Suchtprävention und vergleichbare Angebote in Sachsen‐Anhalt     Stand: 2020‐02‐20

ALTMARKKREIS SALZWEDEL   FSSP_0719

AWO-Sozialdienst Altmark GmbH      
Sucht- und Drogenberatung/
Fachstelle für Suchtprävention
Gartenstraße 27, 39638 Gardelegen
Tel 03907 - 7741916    Mobil 0176 - 78875670
suchtZpraevC9ZJFentio5MGfn-aksEEMaaw@weuwb.depvT
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BÖRDE

DER PARITÄTISCHE /PSW GMBH Sozialwerk Behindertenhilfe    
Sucht- und Drogenberatungsstelle/ Fachstelle für Suchtprävention
Hagenstr. 38, 39340 Haldensleben
Tel. 03904/6685850 Fax 03904/6688080
praevT5eXentiojGdwn-HDLoS9mt@web.fugU5deZY
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DRK KV Börde e.V.                       
Suchtberatungsstelle/ Suchtprävention
Hackelberg 6, 39387 Oschersleben
Tel. 03949/51420-141   Fax 03949/51420-149
Inga9jwW.MeyxLer@dTlnGprk-bYpoerdMEoPe.de9eN81 Inga.2Oo2Meyerbc@drk-lcZboerdYG7COe.de j3
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BURGENLANDKREIS

DRK KV Weißenfels e.V. Suchtberatungsstelle / Fachstelle für Suchtprävention
Matthias Große
Postanschrift: Amt für Bildung, Kultur & Sport
Schönburger Str. 41, 06618 Naumburg
Besucheranschrift: Neidschützer Str. 1, 06618 Naumburg
Tel. 03445/732165 Fax 03445/732103
suchS2s8AtprajSevenNNtionB@blkhlH.de1 suemchetp3cOrFrafsKevC7en91tiMUonqIpFu@b7kClkaR.dVKedYR
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DESSAU-ROSSLAU

Diakonisches Werk Bethanien e.V.       
Fachstelle für Suchtprävention
Albrechtsplatz 18, 06844 Dessau - Roßlau
Tel.: 0340 21066677    Mobil: 0152 09328965
Liane.R00Uothe@diKzwakonie-qQubethaniokeen.de b3LVJ
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HALLE (SAALE)

DER PARITÄTISCHE /PSW GMBH Sozialwerk Behindertenhilfe
Fachstelle für Suchtprävention 
Am Moritzzwinger 17, 06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345/6783996 Fax 0345/5170402 
praevenLItion@dr6Iobs-haluqle.denq6 Liaone.fRotRkhe@Fpdia781YkonQtt8ie-VwbetpufhanpnYienrH04.deRw
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HARZ

ASB gemeinnützige Gesellschaft für Sozialeinrichtungen mbH   
Soziale Beratungsstelle FB Sucht/ Fachstelle für Suchtprävention
Wilhelm-Trautewein-Str. 133a, 38820 Halberstadt
Tel. 03941/6781621    Fax 03941/6781626
suchtprYdEgaeventiKon@asb-TLhalbersbtLKtadt-weTrnigeroAQSde.deSt
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SMZ der Diakonie-Krankenhaus Harz GmbH     
Psychosoziale Beratungsstelle/ Fachstelle für Suchtprävention
Degener Str. 8, 38855 Wernigerode
Tel. 03943/261660    Fax 03943/261677
suchtRpraev4entioUEKfYn‐werZlsE5nigerXode@DSYWiako‐BcHarz.Cdebv3a8
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JERICHOWER LAND

DER PARITÄTISCHE /PSW GMBH Sozialwerk Behindertenhilfe      
Drogen- und Suchtberatungsstelle/ Fachstelle für Suchtprävention
Bahnhofstraße 7, 39288 Burg
Tel.: 03921-45325
suchtkkFpraevOCentionn-jl@zUbweb.dY1eCG
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MAGDEBURG

DER PARITÄTISCHE /PSW GMBH Sozialwerk Behindertenhilfe     
DROBS Jugend- und Drogenberatungsstelle/ Fachstelle für Suchtprävention
Weidenstr. 6, 39114 Magdeburg
Tel. 0391/2536220    Fax 0391/5441683
drwnobKs-jN3ma3NgdckiWLeberKurOZg@6rpas6rilNtaZpqAPet79YVS-lFOPsac.drMfw6eOPh
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MANSFELD-SÜDHARZ

DER PARITÄTISCHE /PSW GMBH Sozialwerk Behindertenhilfe     
drobs Mansfeld-Südharz - Fachstelle für Suchtprävention MSH
Bahnhofstr. 33; 06526 Sangerhausen
Tel. 034647342311    Fax 03464/342321
aszx03chkmi5jttYmP@pbnLaruitLaedRt-lhXlsN4Hua.gm7PdeC
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SAALEKREIS

AWO Erziehungshilfe Halle (Saale) gGmbH       
Fachstelle für Suchtprävention
Sixtistr. 16a, 06217 Merseburg
Tel. 03461/259206    Fax 03461/259208
such8w1WtpraITtClevenPtionkDHr@awo5-hal3qowle-mJerseigoANburglw.deV
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SALZLANDKREIS

AWO KV Salzland e.V.                                            
Suchtberatungsstelle/ Fachstelle für Suchtprävention
Otto-Kohle-Str. 23, 39218 Schönebeck
Tel. 03928/702012    Fax 03928/702025
suchtpcraeven6tion@a1mDwo-sbk7.de7EML
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Landkreis WITTENBERG

Paul Gerhardt Diakonie Krankenhaus und Pflege GmbH      
Beratungsstelle für Abhängigkeitserkrankungen/ Fachstelle für Suchtprävention
Neustr. 10, 06886 Luth. Wittenberg
Tel. 03491/43 26 29; mobil 0152/52 18 54 67; Fax 03491/432629
suchtpr5NaeventiJDHE2onwb@gmgSxMhx.deE5;  sukchtwtbzgVKercSat9VWmzunYg@J1YEpg1QdiAWakuWonxZZamiecNqZU.dSesC
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Liste zum Download >>hier.

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Fachstellenkonzept/ Rahmenkonzept für Suchtvorbeugung für das Land Sachsen-Anhalt

In den Jahren 1989 und 2000 wurde mit dem Rahmenkonzept für Suchtvorbeugung eine gemeinsame Arbeitsgrundlage aller Akteure gelegt. Um die Qualitätsentwicklung gerade hinsichtlich der Wirkungsorientierung in der Suchtvorbeugung der letzten 10 Jahre auch für Sachsen-Anhalt abzubilden und festzuschreiben wurde das Konzept für die Arbeit der Fachstellen für Suchtprävention völlig neu erarbeitet.

Das Fachstellenkonzept "Fachstellen für Suchtprävention im Land Sachsen–Anhalt - Arbeitsauftrag und Tätigkeitsbeschreibung" aus dem Jahr 2008 finden Sie im Downloadbereich >>hier.

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Beauftragte für Suchtprävention der Landkreise und Kreisfreien Städte

Diese Beauftragten der Gebietskörperschaften haben eine Lotsenfunktion für alle an Suchtprävention interessierten Dienste, Einrichtungen und Akteure. Einige Beauftrage initiieren selbst Projekte und/oder vernetzen bestehende regionale Aktivitäten. Alle Kommunen haben Beauftragte für Suchtprävention benannt.

Die aktuelle Übersicht finden Sie im Downloadbereich >>hier.

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Facharbeitskreis Suchtprävention der LS-LSA - Selbstverständnis und Aufgabenspektrum

Suchtprävention ist gesellschaftliche Querschnittsaufgabe, die mit je eigener Fokussierung und Ausprägung zum Aufgabenspektrum einer Vielzahl gesellschaftlicher Institutionen und Organisationen gehört. Bundes‐ und Landesgesetze und deren jeweiligen Programme bilden den Rahmen.

Ziel der Suchtprävention ist die Prävention suchtmittelbezogener Störungen, damit auch der Schutz von Unbeteiligten. Suchtprävention bedeutet nicht nur Vorbeugung gegenüber dem psychiatrischen Krankheitsbegriff der Suchterkrankung, sondern umfasst alle verhältnis‐ und verhaltensbezogenen Maßnahmen, die auf die Verhütung von Störungen zielen, die durch schädlichen Gebrauch von Suchtmitteln hervorgerufen werden. Damit umfasst Suchtprävention auch die Intervention bei Suchtmittelmissbrauch. Suchtprävention bildet einen wesentlichen Handlungsrahmen für die Arbeit an der Erreichung der Gesundheitsziele des Landes Sachsen‐Anhalt im Bereich der Legalen Suchtmittel.

Die Vorbeugung gegenüber den nicht stoffgebundenen Verhaltenssüchten (Glücksspielsucht, problematisches Computernutzungsverhalten) gewinnt zunehmend Bedeutung für die Suchtprävention.

Hauptakteure der Suchtprävention in den Landkreisen und Kreisfreien Städten sind i.d.R. die anerkannten Suchtberatungsstellen mit den Fachstellen für Suchtprävention. Insbesondere der Erzieherische Kinder‐ und Jugendschutz, der öffentliche Gesundheitsdienst, Leistungserbringer der gesetzlichen Krankenversicherung, Schulen, Ordnungsämter und Polizei nehmen Aufgaben aus eigener Zuständigkeit und an den inhaltlichen Schnittstellen in Kooperation mit Suchtberatung und –prävention wahr.

Wesentliche Partner aus den genannten Bereichen arbeiten regional und auch im landesweiten Facharbeitskreis Suchtprävention unter Federführung der LS‐LSA zusammen. Dort sind folgende Institutionen und Einrichtungen vertreten:

  • Suchtberatungsstellen/ Fachstellen für Suchtprävention
  • Vertreter regionaler Jugendämter, Ordnungsämter, Gesundheitsämter
  • Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration (MS)
  • Bildungsministerium (MB)
  • Polizeifachhochschule, Landeskriminalamt (MI/LKA/FHPol)
  • Landesverwaltungsamt/ Landesjugendamt (LJugA)
  • Servicestelle Kinder‐ und Jugendschutz
  • Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder‐ und Jugendhilfe LSA e.V. (KgKJH)
  • Landeskoordinationsstelle Glücksspielsucht in Sachsen‐Anhalt

Wesentliches Ziel der Arbeit ist eine optimale Suchtprävention für Sachsen‐Anhalt unter den gegebenen Ausstattungsbedingungen.

Den vollständigen Text mit Informationen zu Arbeitsinhalten und -ergebnissen finden Sie im Bereich "Downloads" hier: >>link

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Prävention des Pathologischen Glücksspielens in Sachsen-Anhalt

Dieses Projekt wurde nach acht Jahren zum 31.12.2017 eingestellt. 

Träger war die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege im Land Sachsen-Anhalt e.V. Das Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt förderte die Landeskoordinationsstelle in der LIGA-Geschäftsstelle und drei Regionalstellen in folgenden Einrichtungen:

  • Suchtberatungsstelle der Magdeburger Stadtmission e.V. in Magdeburg
  • Psychosoziale Beratungs- und Behandlungsstelle im Suchtmedizinischen Zentrum der Diakonie-Krankenhaus Harz GmbH in Wernigerode
  • Suchtberatungsstelle der AWO Halle-Merseburg e.V. in Halle

Um den Informationsaustausch zu befördern arbeitete die Landeskoordination in den Facharbeitskreisen "Ambulante Beratung und Therapie" sowie "Suchtprävention" der LS-LSA mit.

Bei inhaltlichen Anfragen steht die LS-LSA im Rahmen ihrer Aufgaben zur Verfügung.

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Suchtprävention in der Schule - Merkblatt

Suchtprävention in der Lebenswelt "Schule" beinhaltet v.a. die Förderung allgemeiner Lebenskompetenzen („Life Skills“), die altersentsprechende Auseinandersetzung mit Suchtmitteln, süchtigen Verhaltensweisen und funktionellen Äquivalenten sowie "gerechte“ pädagogische Reaktionen auf Regelverstöße beim Umgang mit Suchtmitteln in der Schule. (Nicht nur) Suchtprävention befördert die Grundhaltung, das Leben ohne Einsatz von psychotrop wirksamen Substanzen oder Verhaltensweisen mit allen Höhen und Tiefen gemeinschaftlich mehr oder weniger eingebunden gelingend meistern zu können.

Sinnvoll ist die Einbindung der Maßnahmen in ein Konzept zur Suchtvorbeugung als Bestandteil des Schulprogramms. Ziel ist verlässliches Erziehungshandeln im Rahmen des schulischen Auftrags. Einzelaktionen ohne Einbindung in ein umfassendes interaktives Schulkonzept sind wirkungslos.

Insbesondere Fachstellen für Suchtprävention unterstützen bei Projektplanung und -umsetzung.

Ein Merkblatt mit prägnanten Informationen finden Sie hier.

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Suchtprävention – welche Inhalte für welches Alter?

Suchtprävention entfaltet u.a. Wirksamkeit, wenn sie altersangemessen, zielgruppen- und settingspezifisch, interaktiv und langfristig erfolgt. Hier haben wir inhaltliche Empfehlungen zusammengestellt:

Grundschule

Suchtvorbeugung ist insbesondere in der Grundschule Teil der Gesundheitsförderung. Im Vordergrund steht die Stärkung von Lebenskompetenzen wie Erlebnisfähigkeit, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit, Frustrationstoleranz und Entscheidungsfähigkeit.

Zur Thematisierung eigenen sich Fernsehen, Naschen, Arzneimittel, Nichtrauchen (s. BZgA).
Es muss bedacht werden, dass Eltern oder Familienmitglieder der Kinder möglicherweise Suchtprobleme haben. ´

Sekundarstufe I

Hier sind v.a. Selbstbehauptung gegen Gruppendruck sowie Beziehungs- und Konfliktlösungsfähigkeit bedeutsam. „Auf dem Weg zur `rauchfreien´ Schule“ (BZgA) erhöht manualgestützt die Akzeptanz des Nichtrauchens und verbessert das Schulklima. Elterninformationen zum jugendlichen Alkohol- und Tabakkonsum im Rahmen regulärer Elternabende wirkt positiv auf das jugendliche Konsumverhalten. Zur Thematisierung eignen sich v.a. Alkohol, Arzneimittel, Nikotin und Cannabis sowie „exzessive Mediennutzung“. Die Strategien der Produktwerbung und biologische Auswirkungen sollten einbezogen werden.

Sekundarstufe II

Ab der 10. Klasse können die Themen Leistungsdruck, Beziehungs- und Konfliktlösungsfähigkeiten, Selbstmedikation und rechtliche Aspekte im Mittelpunkt stehen. Die zur Thematisierung geeigneten Substanzen sind Alkohol, Rauchen/Nikotin, Cannabis und illegale Drogen, aber auch exzessive Mediennutzung sowie Suchtmittel im Straßenverkehr und in der Schwangerschaft.

Berufsbildende Schulen

Leistungs- und Gruppendruck, Beziehungs- und Konfliktlösungsfähigkeit und Selbstmedikation sind wesentliche Themen. Die Gesetzeslage und die Werbung sollten berücksichtig werden. Alle psychotropen Substanzen können thematisiert werden. Weitere relevante Themenbereiche sind „exzessive Mediennutzung“, „Suchtmittel im Straßenverkehr“, „Suchtmittelkonsum in der Schwangerschaft“, „Glücksspielsucht“ sowie „Suchtmittelkonsum und berufliche Ausbildung“.

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„Algorithmus“ Suchtvorbeugung in der Schule

Schule soll Gesundheit sichern bzw. fördern. Schule ist aber kein „therapeutischer Ort“. Die Entwicklung von wiederkehrenden in Klassenstufen verankerten Maßnahmen erleichtert das schulische Handeln im Bereich der Suchtprävention. Hier ein Vorschlag für suchtpräventive Bausteine:

  • Altersentsprechende Thematisierung von Sucht und Suchtmitteln sowie Persönlichkeitsbildung in geeigneten Unterrichtsfächern, kostenfreie Unterrichtsmaterialien bietet die BZgA
  • Parallel zur Fastenzeit: Jährliche Aktion „7 Wochen Pause! – weniger ist mehr“ in interessierten Schulklassen
  • Teilnahme an „Be Smart – Don´t Start“: 6.-8. Klasse: In einigen Schulen ist im Rahmen des Wettbewerbs ein Powerpoint-Vortrag zur Rauchproblematik entstanden, den Schülerinnen und Schüler der höheren Klassen den „Kleinen“ (ab Klasse 6) halten. Auch dies lässt sich systematisieren.
  • Projektwoche Suchtprävention mit Einbindung der Eltern: 7. Klasse
  • In Schulen mit hoher Rauchproblematik wird nach wie vor das Projekt „Auf dem Weg zur `rauchfreien´ Schule“ der BZgA empfohlen. Die Umsetzung kann manualgestützt erfolgen (BZgA), in Sachsen-Anhalt besteht viel Umsetzungserfahrung.

Sinnvoll ist die Einbindung der Maßnahmen in ein Konzept zur Suchtvorbeugung als Bestandteil des Schulprogramms mit dem Ziel des verlässlichen Erziehungshandelns im Rahmen des schulischen Auftrags. Dies bietet viele Vorteile:

  • Einbindung der gesamten Schule mit Schülerschaft, Kollegium und Elternschaft in ein Gesamtkonzept
  • Überwindung der „institutionellen“ Verhaltensunsicherheit in Bezug auf angemessene Reaktionsformen bei (Einzel-) Problemen in Zusammenhang mit legalen und illegalen Suchtmitteln
  • Schülerinnen und Schüler erhalten zeitnahe Reaktionen und können besser unterstützt werden (auch durch Suchtberatungsstelle/Fachstelle für Suchtprävention)
  • Bei abgestimmten Maßnahmen haben Lehrkräfte den „Rücken frei“
  • Chance der Überwindung der häufig genug nur punktuellen Aktivitäten in der Suchtvorbeugung

Die Broschüre „Umgang mit Suchtmittelkonsum und Suchtgefährdung in der Schule“ (nebst Aktualisierung) gibt zu dieser Thematik weitere Hinweise.

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Broschüre „Umgang mit Suchtmittelkonsum und Suchtgefährdung in der Schule“ nebst Aktualisierung

Wie erkenne ich, ob Schüler Drogen nehmen? Und wie verhalte ich mich dann richtig? Wozu bin ich gesetzlich verpflichtet?
Diesen Fragen stehen viele Lehrkräfte unsicher gegenüber. Auf dem Hintergrund unserer Erfahrung aus der Zusammenarbeit mit Schulen und nach gründlicher Beratung mit dem Interministeriellen Arbeitskreis „Sucht“ der Landesregierung wurde die genannte Broschüre erarbeitet. 

Sinnvoll ist die Einbindung der Maßnahmen in ein Konzept zur Suchtvorbeugung als Bestandteil des Schulprogramms mit dem Ziel des verlässlichen Erziehungshandelns im Rahmen des schulischen Auftrags. Dies bietet viele Vorteile:

  • Einbindung der gesamten Schule mit Schülerschaft, Kollegium und Elternschaft in ein Gesamtkonzept
  • Überwindung der „institutionellen“ Verhaltensunsicherheit in Bezug auf angemessene Reaktionsformen bei (Einzel-) Problemen in Zusammenhang mit legalen und illegalen Suchtmitteln
  • Schülerinnen und Schüler erhalten zeitnahe Reaktionen und können besser unterstützt werden (auch durch Suchtberatungsstelle/Fachstelle für Suchtprävention)
  • Bei abgestimmten Maßnahmen haben Lehrkräfte den „Rücken frei“
  • Chance der Überwindung der häufig genug nur punktuellen Aktivitäten in der Suchtvorbeugung

Die 2. überarbeitete Auflage der Broschüre nebst Aktualisierung gibt es bei der LS-LSA gegen Rückporto oder im Downloadbereich hier. Eine Aktualisierung zum Einkleben finden Sie hier.

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„Auf dem Weg zur `rauchfreien´ Schule“ 

Raucht er noch oder kifft er schon? Die "gefühlte" Unsicherheit über die jeweiligen Konsequenzen, die eine Klärung dieser Frage nach sich zieht,  lässt manch eine Lehrkraft zögern zu reagieren. Tatsächlich ist aber das regelwidrige Rauchen an Schulen pädagogischen Interventionen gut zugänglich. Und gleichzeitig kann beim vermeintlich "harmlosen" Rauchen ein Regelwerk etabliert werden, welches sich als ausgesprochen wirksam für den pädagogischen Umgang mit Suchtmittelkonsum und Suchtgefährdung in der Schule erwiesen hat.

Das Nichtraucherschutzgesetz für Sachsen-Anhalt verbietet das Rauchen in allen Schulen und - mit Ausnahme der Berufsbildenden Schulen - dem Schulgelände für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Damit das Verbot mehrheitlich gelebte und akzeptierte Praxis wird, sind personalkommunikative Maßnahmen notwendig.

Wie dies geht, zeigen die Projektmaterialen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Der Leitfaden „Auf dem Weg zur `rauchfreien´ Schule“ und das Curriculum „Anti-Rauch-Kurs“ stehen kostenfrei zum download bei der BZgA zur Verfügung. Fachkräfte für Suchtprävention unterstützen bei der Umsetzung.

Die LS-LSA vermittelt Kontaktdaten von Projektschulen, die ihre Erfahrungen anderer Schulen in Sachsen-Anhalt zur Verfügung stellen. Partner in den Landkreisen/kreisfreien Städten unterstützen Sie. Die Liste wird bei Bedarf zugesandt. Das gleichnamige Projekt nach dem Leitfaden der BZgA wurde seitens der LS-LSA abgeschlossen. 64 Schulen ab Sekundarstufe I waren insgesamt beteiligt.

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Betriebliche Suchtprävention

Seit Mai 2012 implementiert die LS-LSA unterstützt durch die AOK Sachsen-Anhalt das Bundesmodellprojekt Prev@WORK - Suchtprävention in der beruflichen Ausbildung. Nähere Informationen finden Sie in der Rubrik "Projekte", hier der link.

Die LS-LSA vermittelt Referentinnen und Referenten für die betriebliche Suchtkrankenhilfe. Sprechen Sie uns an!

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Strukturen der Suchtprävention in Sachsen-Anhalt

Die nachfolgende Übersicht zeigt die Vernetzung der suchtpräventiven Akteure im Land zwischen Landes- und kommunaler Ebene, aber auch die Kooperation mit den Institutionen und Organisationen auf der Bundesebene.

Das Ministerium für Arbeit und Soziales (MS) hat den Vorsitz im interministeriellen Arbeitskreis (IMA) Sucht, in dem das Kultusministerium und das Innenministerium Miglied sind. Die Landesstelle für Suchtfragen ist ständiger Gast. Im IMA Sucht werden Initiativen der vertretenen Häuser abgestimmt und gemeinsame Initiativen geplant.

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Ordnungsrechtlicher Jugendschutz  - Neue Merkblätter des Landesverwaltungsamtes (LVwA) Ref. 201

Festveranstalter, Gaststätten, Verkaufsstellen und Erziehungsverantwortliche sind zu besonderer Fürsorge für Kinder und Jugendliche verpflichtet. Entsprechende Vorschriften im Jugendschutzgesetz (JuSchG) und im Gaststättengesetz Sachsen-Anhalt (GastG LSA) müssen mit praktischem Handeln gefüllt werden, damit die Schutzvorschriften keine "Papiertiger" bleiben. 

Aber nicht nur Ordnungsämter, Jugendämter, Gaststätten, Tankstellen und andere Gewerbetreibende sind beim Jugendschutz in der Pflicht, sondern auch die Veranstalter von Nachbarschaftsfesten, Schulabschlussbällen, Vereinsfesten und Ähnlichem.

Das LVwA Ref. 201 hierzu: "Ziel dieser Handlungsempfehlungen soll die Erreichung landeseinheitlicher Standards unter Erleichterung von Verwaltungsabläufen in dem Bereich des alkoholbezogenen Jugendschutzes sein." 

Und weiter: "Kinder- und Jugendschutz ist ein klassisches Querschnittsthema mit unterschiedlichen Zuständigkeiten. Daher ist eine Zusammenarbeit Jugendamt (Landkreis, kreisfreie Stadt), Ordnungsamt (Gemeinde, Landkreis, kreisfreie Stadt), Polizei und ggf. weiterer Institutionen von grundlegender Bedeutung. Ideal ist ein regelmäßiger und auch anlassbezogener gegenseitiger Informationsaustausch (Einzelfallmeldungen, regelmäßige Gesprächstermine, gemeinsame Kontrollen oder Informationen über durchgeführte oder anstehende Kontrollen…)."

Die neuen Merkblätter wurden gemeinsam mit Partnern, auch mit der LS-LSA, entwickelt. Sie sollen in Sachsen-Anhalt die Umsetzung des Jugendschutzes erleichtern und zu einer schöneren Festkultur beitragen. Gesetzliche Grundlagen und die Pflichten der jeweiligen Akteure werden benannt, darüber hinaus gibt es Hinweise und praktische Empfehlungen.

  1. Merkblatt zum Kinder- und Jugendschutz für Verkaufsstellen / Tankstellen in Sachsen-Anhalt (Stand: 28.08.2017)
  2. Merkblatt zum Kinder- und Jugendschutz für Ausschankbetriebe (Gaststätten) - § 2 Abs. 1 GastG LSA (Stand: 29.08.2017)
  3. Merkblatt zum Kinder- und Jugendschutz für Betreiber eines vorübergehenden Gaststättengewerbes aus besonderem Anlass - § 2 Abs. 2 GastG LSA  (Stand: 29.08.2017)
  4. Empfehlungen zum Ablauf des Verfahrens bei Anzeige eines vorübergehenden Gaststättengewerbes aus besonderem Anlass nach § 2 Abs. 2 GastG LSA für die zuständige Gewerbebehörde zur Sicherstellung der Einhaltung des Kinder- und Jugendschutzes (Stand: 28.08.2017)
  5. Formular: Anzeige eines vorübergehenden Gaststättengewerbes aus besonderem Anlass nach § 2 Abs. 2 Gaststättengesetz des Landes Sachsen-Anhalt (GastG LSA) (Stand: 28.08.2017)
  6. Ausführungen zu § 7 JuSchG – Jugendgefährdende Veranstaltungen und Betriebe -  mit Beispielen für konkrete Anordnungen (Stand: 14.06.2017)

Sie finden die Merkblätter in unserem Downloadbereich >>hier.

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