FreD - Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumenten

Dieses ehemalige Bundesmodellprojekt wurde von der Koordinationsstelle Sucht des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) entwickelt, evaluiert und freddeutschlandweit etabliert. Mit Fred goes net wurde das Projekt mit 19 Partnern aus 17 EU-Ländern in die europäische Ebene transferiert.

Das Interventionsprinzip: Nicht wegschauen, sondern handeln! Irgendjemandem fallen junge Menschen immer auf, wenn sie übermäßig Alkohol trinken oder illegale Drogen konsumieren. Dann muss eingeschritten werden.

Die Zielgruppen: FreD ist die richtige Maßnahme für 

  • Junge Menschen von 14 bis 21 Jahren, in Einzelfällen bis 25 Jahre, 
  • die mit illegalen Drogen oder Alkohol zu tun haben 
  • und deswegen anderen aufgefallen sind. 

Die "Anderen" können sein

  • Polizei/Justiz
  • Arbeitsplatz
  • Schule
  • andere Settings

Das Ziel ist, junge Menschen möglichst frühzeitig zu erreichen, bevor eine manifeste Suchterkrankung besteht: FreD ist ein Ansatz der Kurz- und Frühintervention. Durch freiwillige oder angewiesene Teilnahme an diesem speziellen Gruppenprogramm reflektieren die Jugendlichen und jungen Erwachsenen ihren Substanzkonsum unter fachlicher Anleitung, um diesen gegebenenfalls einzuschränken oder ganz einzustellen. Damit erhalten sie die Möglichkeit, schlimmere Folgen, wie z. B. Manifestation von Abhängigkeit oder Abgleiten in Kriminalität, zu verhindern.

Die Intervention besteht aus einem Eingangs-("intake-")Gespräch  und der Teilnahme an einem Konsum-Reflexionskurs. Dieser dauert acht Stunden und verteilt sich auf zwei bis vier Abende. Zum Abschluss gibt es eine Bescheinigung.

Der Zugang zum FreD-Kurs kann aus dem Bereich der Strafverfolgung erfolgen (Jugendgerichtshilfe, Staatsanwaltschaft) aber auch aus der Schule, vom Arbeitsplatz, aus dem Verein - also von überall dort, wo Jugendliche wegen Drogen- oder Alkoholkonsums  auffallen.  Die Teilnahme am Interventionskurs bedeutet keine "Strafe", sondern eine "gesundheitsbezogene Intervention", um negativen Entwicklungen  vorzubeugen.

Schule: Die Anordnung der Teilnahme an einem FreD-Kurs als pädagogische Maßnahme oder als Ordnungsmaßnahme gem. § 44 Schulgesetz Sachsen-Anhalt ist bei Vorfällen mit Suchtmitteln in der Schule häufig sinnvoll. Im Einzelfall stehen die ausgebildeten Trainer*innen zur Beratung zur Verfügung.

FreD wird in Sachsen-Anhalt bislang von folgenden Einrichtungen angeboten:

  • Altmarkkreis Salzwedel: AWO Sozialdienst Altmark GmbH, Sucht- und Drogenberatungsstelle
    Chüdenstr. 4, 29410 Salzwedel;     Tel. 03901/33564
    awosujNkcchtsa9nNw@webdspN.degb
    Gartenst. 27, 39638 Gardelegen;   Tel. 03907/77 41 916
    awovzwgXsucXkHT6htgrtca@wPoeb.i8deH
  • Halle (Saale): AWO Erziehungshilfe Halle gGmbH, Suchtberatungsstelle
    Trakehnerstr. 20, 06124 Halle (Saale);   Tel.0345/8057066
    suchtbelOCvoratung@U8awo-halQ15le-mersdeburg.djCDwie2N
  • Halle (Saale): PSW GmbH, drobs ‐ Jugend‐ u. Drogenberatungsstelle
    Moritzzwinger 17, 06108 Halle (Saale);   Tel. 0345/5170401
    inFEfoU5@d4SWro0dbs45-hGY0hUal1tleU.dDlZezxaS

  • Halle (Saale): PSW GmbH, drobs  Halle -  Fachstelle für Suchtprävention 
    Merseburger Str. 246, 06130 Halle (Saale); Tel. 0345/5204120
    afrenFYqw4zel@pwrfaritaadqet-ls4LiMOa.de6

  • Börde: PSW GmbH,Sucht‐ und Drogenberatungsstelle, Fachstelle für Suchtprävention
    Gröperstr. 12, 39340 Haldensleben;    Tel. 03904/49840117 Fax 03904/498401 20   
    praeveention-XHDL@we7f9Nb.de98D
  • Jerichower Land: PSW GmbH, Sucht‐ und Drogenberatungsstelle, Fachstelle für Suchtprävention
    Bahnhofstraße 7,  39288 Burg;    Tel. 03921-45325 Fax 03921 /990197
    sucht7f0praev15ventioMrTiAn-jl@Uweb.dAeC0euYITR
  • Mansfeld-Südharz: PSW GMBH,  drobs Mansfeld-Südharz - Fachstelle für Suchtprävention MSH
    Bahnhofstr. 33, 06526 Sangerhausen;   Tel. 03464/342311
    asFEwTichxZpmiwttQn@pQnrStar5itlSoaeIt-LlsOUgtza.jBdeE3wMsafreLb4fnzelnb@parHkitaeUvt-lsSa.deB
  • Landkreis Wittenberg: Paul Gerh. Diakonie Krankenhaus u. Pflege GmbH, Beratungsstelle f. Abhängigkeitserkrankungen
    Collegienstr. 59 c, 06886 Lutherstadt Wittenberg;  Tel 03491/661837
    suchtbwIhKeratun75Pg@pgdiA5akonie9Zbp.de7tNK
  • Magdeburg: PSW GmbH, DROBS ‐ Jugend‐ u. Drogenberatungsstelle, Fachstelle für Suchtprävention
    Weidenstr. 6, 39114 Magdeburg;     Tel. 0391/2527096
    drobspKXpa-magdX3eburgfA25E@pariFW4m8taet-O0lsa.dxWIbeF
  • Saalekreis: AWO Erziehungshilfe Halle gGmbH, Fachstelle für Suchtprävention Saalekreis
    Sixtistr. 16 a, 06217 Merseburg;    Tel. 03461/259-206
    suchvYg9tprabIevenr9Kcztions@awoIKVo-halHOTle-mderseQHRburgTW9G.de57

Alle Kontaktdaten für Sachsen-Anhalt hier: Suchthilfewegweiser

Weitere Informationen zu Inhalten, Evaluation und Verbreitung finden Sie auf der Site des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe-LWL: fred

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